Diese Frage hören wir derzeit häufig. Nicht von Projektentwicklern, die grundsätzlich aussteigen wollen, sondern von solchen mit substanzieller Pipeline, die Kapital für die weitere Entwicklung benötigen.
➡ Die bekannte Faustregel lautet: Verkauf bei RtB.
Denn in diesem Stadium ist der erzielbare Preis für den Entwickler meist am höchsten, während Investoren typischerweise möglichst wenig Entwicklungsrisiko tragen wollen. Grundsätzlich nachvollziehbar.
Doch zwei Entwicklungen verändern aktuell die Kalkulation:
1️⃣ Die Kosten bis RtB steigen.
Reifegradverfahren, Bauvorbescheide für NTS und komplexere Genehmigungsprozesse binden heute deutlich mehr Kapital – früher und über längere Zeiträume.
2️⃣ Netzanschlusszusagen sind ein knappes Gut.
Den deutschen Netzbetreibern liegen mittlerweile >720 GW Netzanschlussanfragen für Batteriespeicher vor, während bislang rund 78 GW zugesagt wurden (Quelle: PV Magazine, 11/2025).
➡ Realistisch gebaut werden bis 2030 voraussichtlich 10–15 GW. Das entspricht einem Verhältnis von etwa 70:1 bis 100:1.

Der größte Wertzuwachs entsteht deshalb nicht erst bei Genehmigung oder RtB, sondern bereits im Übergang von einer unverbindlichen Netzindikation zur verbindlichen Netzzusage.
Gleichzeitig kann ein früher Teilverkauf sinnvoll sein, wenn der Kapitalbedarf für die Entwicklung steigt und ein geeigneter Investor vorhanden ist. Die Strukturierung solcher Transaktionen ist jedoch anspruchsvoll und bietet, von meilensteinbasierten Verkäufen bis hin zu Co-Development-Modellen, erheblichen Gestaltungsspielraum.
Der optimale Verkaufszeitpunkt ist daher kein fixer Zeitpunkt, sondern eine strategische Portfolioentscheidung, die regelmäßig neu bewertet werden sollte.
➡️ Bei Voltpark kennen wir diesen Abwägungsprozess aus vielen Gesprächen mit Entwicklern. Deshalb unterstützen wir über unsere Plattform auch Projektverkäufe vor dem Erreichen des RtB-Status.